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Dienstag, 11. April 2017
Traum
chasingthesun, 14:16h
Jeder Mensch hat einen Traum.Ein Ziel,welches oft unerreichbar scheint.Gerade als Teenager leiten einen diese Träume und beeinflussen somit unsere Handlungen.
So wie viele Mädchen,so habe auch ich den Traum zu modeln. Anfangs war es wie eine flüchtige Idee,die sich jedoch nach und nach in meinem Kopf festsetzte.Und irgendwann nahm diese Idee eine feste Gestalt an,sie gelangte an einen Punkt,wo sie nicht mehr unerreichbar schien,sondern immer realistischer wurde. Ab diesem Punkt,habe ich das Modeln nicht mehr bloß als Traum gesehen,sondern als etwas,was tatsächlich mal Teil meines Lebens sein könnte. Also war der erste Schritt für mich,die Menschen in meinem Leben einzuweihen.Das war gar nicht so leicht.Denn ich hatte ein wenig Angst als dieser Prototyp abgespeichert zu werden,mit dem viele den Begriff Model verbinden. Also habe ich nur den Personen davon erzählt,die mir am nächsten stehen und von denen ich am ehesten auf Unterstützung zählen konnte. Meinen Eltern und meiner besten Freundin. Ich kann mir vorstellen,wie schwer dieses Gespräch auch für meine Eltern gewesen sein muss,aber in dem Moment war ich zu sehr mit mir beschäftigt,als das zu berücksichtigen.Die erste Reaktion war ganz offensichtlich nicht begeistert.Denn ich bin eine sehr gute Schülerin und da schwebte meinen Eltern natürlich etwas anderes vor,als als gestylte Puppe vor einer Kamera zu posieren. Doch sie akzeptierten meinen Wunsch und hörten mir zu.Mit ihrer Erlaubnis habe ich jedoch nicht direkt angefangen mich in das neue Leben zu stürzen,sondern ich setzte mir selbst eine "Bedenkzeit" bis zu meinem 16. Geburtstag. Der angegebene Grund dafür war,dass ich schauen wollte,ob es sich nur um eine Phase handelt,wovon man als Teenager ja viele hat.Doch im Nachhinein denke ich,dass ich auch ein wenig Angst vor dieser komplett neuen Welt hatte.Denn selbst nach Ablauf dieser Phase,schiebe ich die Bewerbung bei einer Agentur ein wenig vor mir her. In meiner Umgebung gibt es zum Glück mehr als eine Agentur,denn meine Größe ist mit 172 cm nicht ideal für das Modeln. Dieser Punkt beschäftigt mich sehr und steht mir ein wenig im Weg.Das war denke ich auch der Anstoß dafür,mir etwas anderes an meinem Körper zu suchen,worauf ich einen Einfluss habe.Und zwar ist das mein Gewicht.Erst im Nachhinein wird mir schmerzlich bewusst,dass ich durch diesen Punkt meine anderen "Mängel" ausgleichen wollte.Von wegen,wenn meine Größe und mein Gesicht ihnen nicht gefällt,dann doch wenigstens mein Körper. Ich habe schon immer sehr bewusst auf meinen Körper geachtet.Viel Sport und eine ausgewogene Ernährung haben überraschend früh einen Teil meines Lebens eingenommen.Wenn man aber jetzt als junges Mädchen versucht in dieses Schema zu passen,dann wird man immer strenger mit sich.Und so war das auch mit mir.Erst habe ich aufgehört mir regelmäßig süße Snacks zu gönne,was ich früher fast täglich getan habe.Das ist ja an sich nichts schlechtes.Doch ich habe auch angefangen fast täglich Sport zu machen.Meinem Körper tut das sehr gut und wenn ich einmal diese kleine Session ausfallen lasse,merke ich,dass ich gleich etwas unausgeglichener bin. Während ich also dieses,für mich,bewusstere Leben geführt habe,wurde ich immer häufiger auf meine Figur angesprochen.Und zwar nicht,wie toll ich aussehe,sondern eher ein "Mensch du bist aber dünn geworden".Es kommen auch immer häufiger Komentare,wie "Ich hab Angst dich zu zerbrechen" oder "Hier iss das,du kannst es gebrauchen".Vielleicht denken jetzt einige,dass das doch ziemlich cool ist,aber das ist es nicht.Denn genau wie man niemandem sagen sollte,dass er dick geworden ist,so ist auch diese Art eine Beleidigung.Denn ich war super mit meinem Körper zufrieden.So zufrieden,wie schon lange nicht mehr.Und dann verletzten einen diese Kommentare und geben einem das Gefühl,doch nicht gut zu sein,wie man ist. Also habe ich versucht,diese Kommentare nicht mehr zu beachten,bis mich eine Freundin angesprochen hat,welche bereits Erfahrung mit Magersucht hat.Auch sie hatte sich Sorgen gemacht.Und das war schließlich der Moment an dem ich aufgewacht bin.Bis dahin hatte ich nicht gesehen,was all die Anderen versucht hatten mir zu sagen.Ich war nicht einfach nur dünn.Ich war schon fast knochig.Noch nicht krankhaft,aber durchaus Untergewichtig. Noch jetzt spielt in meinem Kopf immer eine Seite gegen die Andere.Einmal das Wissen,dass sich viele Menschen Sorgen um mich machen und auf der anderen Seite der Traum eines Models.Jetzt ist es allein an mir,die Balance zwischen den zwei Seiten zu finden und mich nicht tiefer ins Verderben zu reiten. Denn dafür ist das Leben zu schön und der eigene Körper etwas zu wichtiges,um ihn so zu schänden. ... link (0 Kommentare) ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2017.04.17, 13:25 status
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